Forschung - Übersicht

Forschungsprogramm und Projektbereiche des SFB

Der Sonderforschungsbereich untersucht Konstellationen von Bildung und Religion in der griechischen und römischen Religion, im Judentum, im Christentum und im Islam vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 13. Jh. n. Chr.

Leitend ist die These, dass die Erforschung des Verhältnisses von Bildung und Religion Aufschlüsse über kulturelle, soziale und religiöse Dynamiken bietet, die für diese Kulturen und Religionen grundlegend waren, und darüber hinaus heuristisches Potential für moderne Debatten über Bildung und Religion besitzt.
Konzeptuell wird "Bildung" differenziert in Prozesse der Sozialisation (in Familie und Gesellschaft), der Erziehung (durch Lehrer und andere Autoritäten) und der selbstbezüglichen Herausbildung kritischer Reflexionsfähigkeit über Gott, Welt und Selbst. 

"Religion" umfasst Diskurse, Handlungsweisen, Praktiken und Institutionen, die sich auf ein Gegenüber beziehen, das jenseits der alltäglichen menschlichen Erfahrung gedacht ist. Diese Konzepte erlauben es, Phänomene und Konstellationen interdisziplinär und komparatistisch zu analysieren, sowohl in typologischer als auch in genealogischer Hinsicht. Die Dynamiken von Bildung und Religion werden in vier Projektbereichen analysiert: Bildungsspeicher, Interpretationen, Vermittlungen und Diskurse.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert den SFB seit Juli 2015 für zunächst vier Jahre.

Publikationen (Auswahl)

  • Peter Gemeinhardt, Education and Religion in Cultures of the Mediterranean and Its Environment from Ancient to Medieval Times and to the Classical Islam. Collaborative Research Centre at the University of Göttingen, in: Journal of Transcultural Medieval Studies 4 (2017) 325–332.
  • Peter Gemeinhardt, Bildung und Religion als interdisziplinäres Forschungsthema. Ein neuer Sonderforschungsbereich in Göttingen und seine Agenda, in: Theologische Literaturzeitung 142 (2017), 164-179.

 

A Bildungsspeicher

zielt auf institutionelle Aspekte:
  • A 01 Archäologie antiker Bibliotheken: Religion - Repräsentation - Wissensspeicher

    Klassische Archäologie
    Projektleiter: Prof. Dr. Johannes Bergemann
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Kerstin Annika Rausch

    Archäologie antiker Bibliotheken: Religion - Repräsentation - Wissensspeicher

    Das Teilprojekt erschließt die archäologischen und philologischen Quellen zu den griechisch-römischen Bibliotheken in neuer, zusammenfassender Weise und wertet die Befunde im Hinblick auf die Kontextualisierung der Wissensspeicher in Heiligtümern und als herrscherliche Repräsentation aus. Dabei fragt sich, ob die Lokalisierung etwa der hellenistischen Bibli-otheken im sakralen Kontext als Vorbild für die Beziehung zwischen Bibliotheken und christlichem Kult in Spätantike und Mittelalter gelten können. Auch die Einbeziehung in Thermen wäre als Vorstufe zur Verbindung von Bad und Bibliothek im Mittelalter zu reflektieren. Dadurch soll geklärt werden, ob die antiken Bibliotheken in ihrem funktionalen Spektrum als Vorstufen späterer Zusammenhänge der Wissensspeicher gelten können oder eher zum transkulturellen Vergleich geeignet sind.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Bergemann, J. (2019), Bilder, Bildung und Religion in der griechisch-römischen Antike. Eine Skizze, in: P. Gemeinhardt (Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Rausch, K. A. (2018), Die Bibliothek von Tauromenion und das Material der „Cisterna I“. Vorbericht zu den Untersuchungen des Fundkontextes der sog. Lemmata, in: O. Belvedere / J. Bergemann (Hgg.), Römisches Sizilien: Stadt und Land zwischen Monumentalisierung und Ökonomie, Krise und Entwicklung, Kolloquium Göttingen 25.–27.11.2017, Palermo, 299–303.
  • A 02 Bildung und Religion in christlichen Bibliotheken der Spätantike

    Klassische Philologie
    Projektleiter: Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Balbina Bäbler

    Bildung und Religion in christlichen Bibliotheken der Spätantike

    Das Projekt erforscht die Interaktionen von Bildung und Religion bei wichtigen frühen christli-chen Bibliotheken (wobei Kontinuitäten und Diskontinuitäten gegenüber nicht-christlichen Vorgängern durch eine umfassende Aufarbeitung der literarischen wie der archäologischen Zeugnisse sichtbar gemacht werden sollen), und zwar an drei paradigmatischen Fällen:
    1. der Schule und Bibliothek des Origenes in Caesarea,
    2. der Umwandlung der Bibliotheca Pacis (Rom) in den Kirchenkomplex St. Kosmas und Damian
    3. des Vivariums (Bibliothek und Bildungsinstitution) Cassiodors in Kalabrien.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Bäbler, B. (im Druck), From Asclepius to the ‘Saints without Silver’: The Transformation of a Sanctuary in Late Antique Athens, in: I. Tanaseanu-Döbler / L. Zitzmann (Hgg.), Athens in Late Antiquity, Tübingen.
    • Bäbler, B. (im Druck), Whose “Glory of Alexandria”? Monuments, Identities and the Eye of the Beholder, in: B. Schliesser / Th. J. Kraus (Hgg.), Alexandria – Hub of the Hellenistic World, Tübingen.
    • Bäbler, B. (2018), Für Christen und Heiden, Männer und Frauen: Origenes’ Bibliotheks- und Lehrinstitut in Caesarea, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 129–151.
    • Bäbler, B. (2018), Origenes und Eusebios’ Chronik und Kirchengeschichte, in: B. Bäbler / H.-G. Nesselrath (2018, Hgg.), Origenes der Christ und Origenes der Platoniker, Tübingen, 179–199.
    • Bäbler, B. / Nesselrath, H.-G. (2018, Hgg.), Origenes der Christ und Origenes der Platoniker, Tübingen.
    • Nesselrath, H.-G. (2018), Einleitung, in: Bäbler / H.-G. Nesselrath (2018, Hgg.), Origenes der Christ und Origenes der Platoniker, Tübingen, 1–11.
    • Bäbler, B. / Nesselrath, H.-G. (2016), Philostrats Apollonios und seine Welt. Griechische und nicht-griechische Kunst und Religion in der "Vita Apollonii", Berlin / New York.
    • Nesselrath, H.-G.(Hg.) (2016)Gegen falsche Götter und falsche Bildung: Tatian, Rede an die Griechen(SAPERE XXVIII), Tübingen.
  • A 03 Pagane Religion und Philosophie in "virtuellen Bibliotheken": spätantike Kompendien und Enzyklopädien

    Religionswissenschaft
    Projektleiterin: Prof. Dr. Ilinca Tanaseanu-Döbler
    Wissenschaftliche Mitarbeitende: Jörg von Alvensleben, Andreas Streichhardt, Leonie Zitzmann

    Pagane Religion und Philosophie in "virtuellen Bibliotheken": spätantike Kompendien und Enzyklopädien

    Das Teilprojekt untersucht Formen der Literarisierung paganer religiöser Traditionen in ausgewählten spätantiken Kompendien und enzyklopädischen Werken. Die pagane Religionslandschaft wird dabei in ihrer ganzen Fülle, einschließlich der Philosophie, in den Blick genommen. Mechanismen der Selektion und der Kondensierung von Wissen über Religion werden sowohl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf spätantike pagane Religiosität und ihrer Einbettung in übergeordnete Bildungskonzepte als auch hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Konstruktion und Tradierung von alternativen Weltbildern im Mittelalter analysiert.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Tanaseanu-Döbler, I. (2018), Religion, in: Reallexikon für Antike und Christentum 28, Lieferung 224/225, 1014–1082.
    • Tanaseanu-Döbler, I. (2018), „Damit die Nachfolge Platons rein und unverfälscht bewahrt werde“. Religiöse Bildung und Institutionalität in spätantiken Philosophenschulen, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 101–127.
    • Tanaseanu-Döbler, I. (2018), Die Origeneis des Porphyrios, in: B. Bäbler / H.-G. Nesselrath (Hgg.), Origenes, der Christ und Origenes der Platoniker, Tübingen,129–163.
    • Tanaseanu-Döbler, I. / Gemeinhardt, P. (2018), Nachwort, in: Dies. (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 299–306.
    • Tanaseanu-Döbler, I. (2017), „Ein Lob Platons selbst wie auch derjenigen, die von ihm die Philosophie empfingen“, Bemerkungen zur literarischen Inszenierung philosophischer Sukzession bei Proklos, in: M. Witte / A. Renger (Hgg.), Autorisierung, Legitimierung, Wissenstransfer, Berlin / Boston, 393–434.
    • Tanaseanu-Döbler, I. / Lefteratou, A. / Ryser, G. / Stamatopoulos, K. (Hg.) (2017), Reading the Way to the Netherworld: Education and the Representations of the Beyond in Later Antiquity (BERG 4), Göttingen.
      Mit Beiträgen u.a. von Ilinca Tanaseanu-Döbler, Heinz-Günther Nesselrath, Ulrike Egelhaaf-Gaiser, Dmitrij Bumazhnov und Elisabetta Abate
    • Tanaseanu-Döbler, I., Art. profanus, RAC 28 (2016), 207-231.
    • Zitzmann, L. (im Druck), Intertextuelle Götternähe. Homerische Kurzzitate im proklischen Athenehymnos, in: I. Tanaseanu-Döbler / L. Zitzmann (Hgg.), Athens in Late Antiquity, Tübingen.
    • Zitzmann, L. (angenommen), Triadische Strukturen im Homerischen Apollonhymnos, in: B. Bäbler / H.-G. Nesselrath (Hg.), Delphi – Apollons Orakel in der Welt der Antike, Tübingen.
  • A 04 Religiöse Rezeption und christliche Transformation antiken nicht-religiösen Wissens in der Karolingerzeit

    Mittelalterliche Geschichte
    Projektleiterin: Prof. Dr. Hedwig Röckelein
    Wissenschaftliche Mitarbeitende: Silviu Ghegoiu, Karin Bohr

    Religiöse Rezeption und christliche Transformation antiken nicht-religiösen Wissens in der Karolingerzeit

    Ziel des Projektes ist die Rekonstruktion der Kommunikations- und Transformationsprozesse nicht-religiösen antiken Schul- und Gelehrtenwissens auf dem Gebiet der Septem Artes und der Medizin in der Karolingerzeit. Untersucht wird die religiöse Neuinterpretation dieser Wissens- und Bildungstraditionen unter christlichen Vorzeichen und dessen Einsatz für repräsentative und pragmatische Zwecke der karolingischen Herrscher. Gegenstand der Untersu-chung sind die im Schulunterricht vermittelten und in den Bibliotheken versammelten nicht-religiösen Texte sowie die architektonischen Ensembles, in denen die Schule wie Bibliothek am Hof in Aachen und andernorts im Frankenreich ihren Platz hatten.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Röckelein, H. (2019),Selbsterkenntnis als Weg zur Gotteserkenntnis – Gotteserkenntnis als Weg zur Selbsterkenntnis. Über Erziehungs- und Bildungsdiskurse religiöser Eliten des Hochmittelalters, in: P. Gemeinhardt (Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Röckelein, H. (2016), Heilige Texte im Mittelalter zwischen Exegese und religiöser Praxis oder: Wie lasen Frauen die Bibel?, in: Zwischen Exegese und religiöser Praxis. Heilige Texte von der Spätantike bis zum Klassischen Islam, hg. v. Peter Gemeinhardt. Tübingen, 205-226.

B Interpretationen

fokussiert die Auslegung als heilig geltender Texte:
  • B 01 Schriftauslegung in den Texten vom Toten Meer (Qumran)

    Altes Testament
    Projektleiter: Prof. Dr. Reinhard G. Kratz
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Laura Schimmelpfennig, Dr. Peter Porzig

    Schriftauslegung in den Texten vom Toten Meer (Qumran) 

    Das Teilprojekt B 01 widmet sich der Schriftauslegung in den Texten vom Toten Meer, im besonderen der Pescher-Literatur (pNahum, pJesaja, pPsalmen. Die Ziele des Teilprojekts bestehen in der Klärung der folgenden vier Fragen:
    1) nach dem Verhältnis der Kommentierung zur Entstehung der biblischen Bücher;
    2) nach dem Verhältnis zur übrigen Auslegungsliteratur von Qumran;
    3) nach der Einordnung in den historischen Kontext der altorientalischen und hellenistischen Bildungstraditionen und 
    4) nach der institutionellen Verankerung und Vermittlung der Auslegung als Bildungsgut.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Kratz, R. G. (2018), Religiöse Bildung in der Hebräischen Bibel und in den Texten vom Toten Meer. Eine Gedenkrede zu den Novemberpogromen von 1938, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 51–67.
    • Kratz, R. G. (2017), Die prophetische Literatur, in: H.-J. Simm (Hg.), Aspekte der Bibel. Themen - Figuren - Motive, Freiburg, 242-259.
    • Schimmelpfennig, L. V. / Kratz, R. G. (2019, Hgg.), Zahlen- und Buchstabensysteme im Dienste religiöser Bildung, Tübingen.
    • Schimmelpfennig, L. V. (2019), Wechselspiel zwischen Zahlen und Buchstaben. Akrostichie im masoretischen Psalter am Beispiel der Psalmen 9/10 und 145, in: L. V. Schimmelpfennig / R. G. Kratz (Hgg.), Zahlen- und Buchstabensysteme im Dienste religiöser Bildung, Tübingen.
  • B 02 Schriftauslegung als Bildungsvorgang in den Briefen des Paulus

    Neues Testament
    Projektleiter: Prof. Dr. Florian Wilk
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Konrad Otto, Dr. Dr. Loïc Berge, Christina Bünger, Eduard Käfer

    Schriftauslegung als Bildungsvorgang in den Briefen des Paulus

    Das TP soll die Verwendung und Auslegung der "Heiligen Schrift" - zumal der Mose-Exodus-Überlieferung - in den Korintherbriefen als Vorgang religiöser Bildung deuten. Dazu sind die Schriftbezüge zu erheben, zu kategorisieren, auf ihre kommunikativen Voraussetzungen hin zu analysieren, in den jeweiligen Argumentationsgang einzuordnen und im Kontext zeitgenössischer Exegese zu profilieren. So lässt sich feststellen, welche Einsichten zu Geltung und Inhalt der Schrift und welche Kompetenz im Umgang mit ihr den Briefadressaten vermit-telt werden - und welchen Beitrag zu ihrer religiösen Identität dieser Bildungsvorgang leistet.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Wilk, F. (2019, Hg.), Scriptural Interpretation at the Interface between Education and Religion. In Memory of Hans Conzelmann, Leiden / Boston.
    • Wilk, F. (2019), Schriftauslegung als Bildungsvorgang im ersten Korintherbrief des Paulus – untersucht ausgehend von 1Kor 4,6, in: F. Wilk (Hg.), Scriptural Interpretation at the Interface between Education and Religion. In Memory of Hans Conzelmann, Leiden / Boston, 88–111.
    • Wilk, F. (2019), Durch Schriftkenntnis zur Vollkommenheit. Zur Funktion des vielgestaltigen Schriftgebrauchs in 1Kor 2,6–16 und 14,20–25, in: Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft 110, 21–41.
    • Wilk, F. (2017), Bezüge auf „die Schriften“ in den Korintherbriefen; in: F. Wilk / M. Öhler (Hgg.), Paulinische Schriftrezeption. Grundlagen – Ausprägungen – Wirkungen – Wertungen, Göttingen, 149–173.
    • Wilk, F. / Öhler, M. (Hgg.) (2017), Paulinische Schriftrezeption. Grundlagen - Ausprägungen - Wirkungen - wertungen, FRLANT 268, Göttingen.
    • Wilk, F. / Gemeinhardt, P. (Hgg.) (2016), Transmission and Interpretation of the Book of Isaiah in the Context of Intra- and Interreligious Debates, BEThL 280, Leuven u.a.
  • B 04 Schriftauslegung und religiöse Polemik in syrischen Texten der Spätantike

    Christlicher Orient
    Projektleiter: PD Dr. Dmitrij Bumazhnov
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Sofia Fomicheva

    Schriftauslegung und religiöse Polemik in syrischen Texten der Spätantike

    Das Teilprojekt soll die Zusammenhänge zwischen bibelexegetischen (Ephräm der Syrer, Theodor von Mopsuestia) und antijüdischen polemischen Texten (Aphrahat, Isaak von Antio-chien, Narsai u.a.) vornehmlich bei den christlichen Ostsyrern im 4.-6. Jahrhundert untersuchen. Es wird darauf aufbauend die Bedeutung beider Texttypen für die syrischsprachige christliche Polemik gegen den Islam im 7.-8. Jahrhundert herausarbeiten (v. a. bei Theodor bar Konai, unter Berücksichtigung der antimuslimischen Apokalypsen, Apologien und historiographischen Werke).

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Bumazhnov, D. F.(im Druck), Jewish-Christian Anti-Paulinism and Merkabah Mysticism around the School of Edessa/Nisibis. Narsai’s Polemics against Deniers of Biblical Studies in Context, in: A.M. Butts / K. Heal / Robert Kitchen (Hgg.), Narsai: Rethinking His Work and His World, Tübingen.
    • Bumazhnov, D. (Übers.) (im Druck), Narsai’s Memra „Against the Jews“, in: A.M. Butts, K. Heal, R. Kitchen (Hgg.), Narsai: The Homilies, Reihe: The Fathers of the Church, Washington D.C.
    • Bumazhnov, D. F.(2019a), Inanspruchnahme von dem syrischen und griechischen Alphabet in der christlichen Polemik gegen die Juden und Heiden im Traktat „Über das Mysterium der Buchstaben“ des Ps.-Sabas, in: L. V. Schimmelpfennig / R. G. Kratz (Hgg.), Zahlen‐und Buchstabensysteme im Dienste religiöser Bildung, Tübingen.
    • Bumazhnov, D. F.(2018), Zwischen Schule und Schweigen. Der hl. Isaak von Ninive und die ostsyrischen „Schulphilosophen“, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 201–219.
    • Bumazhnov, D. F. (2016), Erkenntnis der Wahrheit als absolutes Ende religiöser Polemik. Irenische Theologie des Dionysos Areopagita bei Isaak von Ninive, in: D.W. Winkler (Hg.), Syrische Studien. Beiträge zum 8. Deutschen Syrologie-Symposium in Salzburg 2014, orientalia - patristica - oecumenica 10, Wien, 33-40.
    • Bumazhnov, D. F. (2016), Die Wahrnehmung des christlichen Westens im christlichen Orient am Beispiel der Kirche des Ostens (die sog. Nestorianer) in der sasanidischen und frühislamischen Zeit, in: Carola Föller, Fabian Schulz (Hgg.), Osten und Westen 400-600 n. Chr. - Kommunikation, Kooperation und Konflikt, (Roma Aeterna 4), Stuttgart, 117-132.
    • Bumazhnov, D. / Fomicheva, S.(2019), Der Memra des Narsai „Gegen die Juden“. Einleitung und russische Übersetzung, in: Богословскиетруды49, 2019 (russisch).
    • Fomicheva, S.(2018), Educational Background of Mar Narsai. Between the ‟Tradition of the School” and Theodore of Mopsuestia’s Exegesis, in: P. Bruns / T. Kremer (Hgg.), Studia Syriaca. Beiträge des IX. Deutschen Syrologentages in Eichstätt 2016, Wiesbaden, 61–69.
  • B 05 Schriftauslegung und Bildungstraditionen im koptischsprachigen ägyptischen Christentum der Spätantike: Schenute, Kanon 6

    Ägyptologie / Koptologie
    Projektleiterin: Prof. Dr. Heike Behlmer
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: So Miyagawa, Julien Delhez

    Schriftauslegung und Bildungstraditionen im koptischsprachigen ägyptischen Christentum der Spätantike: Schenute, Kanon 6

    Das TP untersucht Rezeption und Exegese der Bibel an Texten des könobitischen Mönch-tums Ägyptens, zentral den Werken des Abtes Schenute (st. 465). Die Untersuchung zielt darauf, die exegetischen und rhetorischen Strategien des Abtes zu klären, insbesondere die Grammatik und Pragmatik des biblischen Zitats, das Verhältnis zwischen Autor und Rezi-pienten zu erfassen, ihren jeweiligen Bildungsstand zu eruieren und das Zusammenwirken christlicher, pagan-altägyptischer und klassisch-hellenistischer Bildungstraditionen in der exegetischen Praxis Schenutes nachzuzeichnen.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Behlmer, H.(im Druck), Schenute. In: Reallexikon für Antike und Christentum.
    • Behlmer, H.(im Druck), „Ein ängstliches und zaghaftes Wesen, seine Schriften farblos und nichtssagend ...": Der ägyptische Klosterabt und Schriftsteller Besa († nach 474) und sein Werk, in: M. Tamcke (Hg.), Profile gelebter Theologie im Orient, Wiesbaden.
    • Behlmer, H. (2017), Differentiating Lexical Borrowing according to Semantic Fields and Text Types - A Case Study. In: Eitan Grossman, Peter Dils, Tonio Sebastian Richter & Wolfgang Schenkel (eds.), Greek Influence on Egyptian-Coptic: Contact-Induced Change in an Ancient African Language (DDGLC Working Papers 1), Lingua Aegyptia Studia Monographica 17, Hamburg, 457-478.
    • Miyagawa, S. / Behlmer, H. / Büchler, M. (im Druck), Computational Analysis of Text Reuse/Intertextuality: The Example of Shenoute Canon 6, in: H. N. Takla u.a. (Hgg.), Proceedings of the Eleventh International Congress of Coptic Studies, Leuven.
    • Miyagawa, S. / Zeldes, A. / Büchler, M. / Behlmer, H. / Griffitts, T. (2018), Building Linguistically and Intertextually Tagged Coptic Corpora with Open Source Tools, in: C. Suzuki (Hg.), Proceedings of the 8th Conference of JapaneseAssociation for Digital Humanities, Tokyo, 139–41.
    • Miyagawa, S.(2018), Textkorpus und grammatische Annotation auf Sahidisch-Koptisch. Fragmente eines Textes des Besa in der Biblioteca Nazionale Vittorio Emanuele III, Neapel, in: Journal of Kijutsuken, Descriptive Linguistics Study Group 10, 271–320.(japanisch)
    • Miyagawa, S.(2017), Das Vokalsystem und die Lautwerte der verdoppelten Vokalgrapheme im Sahidisch Koptischen: Aufgrund der Manuskripte von Kanon 6 des Schenute von Atripe, eines Abtes des Weißen Klosters. Journalof Kijutsuken, Descriptive Linguistics Study Group 9, 173–188. (japanisch)
    • Miyagawa, S. (2017), Koputo Ejiputogo Saido Hogen ni okeru Boin Taikei to Boinji no Chofuku no Onka: Shiro-Shudoincho Atoripe no Shenute ni yoru Dairoku Kanon no Shahon wo moto ni. Gengo Kijutsu Ronshu 9. (Das Vokalsystem und die Lautwerte der verdoppelten Vokalgrapheme im Sahidisch-Koptischen: Aufgrund der Manuskripte von Kanon 6 des Schenute von Atripe, ein Abt des Weißen Klosters. Zeitschrift für Deskriptive Sprachwissenschaft 9).
    • Delhez, J. (2016), "Qui étaient les crocodiles sacrés d'Égypte? Nouveau regard sur Hérodote, II, 68-70". In: Sylvie Peperstraete (ed.), Animal et religion (Problèmes d'histoire des religions, 26), Bruxelles, Éditions de l'Université de Bruxelles, 77-91.
  • assoziiert: Early Rabbinic Hermeneutics: Methods and Development

    Jewish Studies
    Projektleiter: Prof. Dr. Shlomo Naeh, Hebrew University of Jerusalem, Department of Jewish Thought

    Early Rabbinic Hermeneutics: Methods and Development

C Vermittlungen

thematisiert die Akteursperspektive von Lernprozessen und ihre sozialen Kontexte:
  • C 01 Aufgeklärte Männer - abergläubische Frauen? Religion, Bildung und Geschlechterstereotypen im klassischen Athen

    Alte Geschichte
    Projektleiter: Prof. Dr. Tanja S. Scheer
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Irene Salvo

    Aufgeklärte Männer - abergläubische Frauen? Religion, Bildung und Geschlechtersteeotypen im klassischen Athen

    Das TP fragt nach den Vermittlern, Vermittlungsprozessen und Rezipienten religiöser Bildung im klassischen Athen des 5. und 4. Jhs. v. Chr. und berücksichtigt hierbei besonders die jeweils geschlechtsspezifischen Problematiken. Untersucht werden Akteure und Akteurinnen, Orte und soziale Kontexte religiöser Bildungsvermittlung in einer polytheistisch geprägten Kultur. Die Frage nach "richtigen" und "falschen", möglicherweise gar strafbaren religiösen Bildungsangeboten für beide Geschlechter rückt schließlich das grundsätzliche Verhältnis von Bildung und Religion im klassischen Griechenland, sowie deren Bedeutung für das Funktionieren der griechischen Polis in den Vordergrund.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Salvo, I. (2019),Education as Acquisition of Knowledge in the Ancient Greek World: Some Remarks on its Agents and Features, in: P. Gemeinhardt(Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Salvo, I. (2019), Gender, in: N.P. Roubekas (Hg.), Theorizing ‘Religion’ in Antiquity, Sheffield
    • Salvo, I. / Munkholt, M. (2018), Die Familie als Ort der religiösen Bildung. Das antike Athen und das spätantike Christentum, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 177–200.
    • Salvo, I. (2018), Blood Pollution and Macedonian Rulers: Narratives between Character and Belief, in: J.M. Carbon / S. Peels (), Purity and Purification in the Ancient Greek World. Texts, Rituals, and Norms, Liège, 157–169.
    • Salvo, I. (2017), Nel nome di Apollo e di Artemide. Sangue, miasma, e trasmissione del sapere rituale nella Grecia antica, in: Archeologia e Cultura del Mondo Antico2, 2–15.
    • Salvo, I. (2016), "Owners of their Own Bodies: Women's Magic and Reproduction in Greek Inscriptions", in M. Dillon, E. Eidinow, L. Maurizio (eds.), Women's Ritual Competence in the Greco-Roman Mediterranean, London, 131-148.
    • Salvo, I. (2016), "Emotions, Persuasion, and Gender in Greek Erotic Curses", in Ed Sanders, Matthew Johncock (eds.), Emotion and Persuasion in Classical Antiquity, Stuttgart, 263-280.
    • Scheer, T. (angenommen), Jungfräulich, isoliert, ungebildet? Die Pythia als Sprachrohr Apollons, in: Bäbler / H.-G. Nesselrath (Hg.), Delphi – Apollons Orakel in der Welt der Antike, Tübingen.
    • Scheer, T. (2018), Griechische Heiligtümer als Vermittler religiösen Wissens? Das Orakel von Delphi, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 25–50.
    • Scheer, T. (2016), "Mythos - Religion - Gender. Perspektiven auf die Alte Welt", Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2015, Berlin/Boston,214-224.
  • C 02 Die Alten vor Augen: Religiöse und antiquarische Wissensvermittlung in den Bil-dungskompendien des 2. Jahrhunderts n. Chr.

    Klassische Philologie
    Projektleiterin: Prof. Dr. Ulrike Egelhaaf-Gaiser
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Christian Neumann

    Die Alten vor Augen: Religiöse und antiquarische Wissensvermittlung in den Bildungskompendien des 2. Jahrhunderts n. Chr.

    Das Projekt nimmt anhand einer exemplarischen Analyse dreier Bildungskompendien des 2. Jh. n. Chr. (Plutarchs Quaestiones Romae et Graecae, Gellius' Noctes Atticae und Athenaios? Deipnosophisten) die dort jeweils thematisierten Aspekte von Religion im umfassenden Werkkontext, die damit verfolgten didaktischen Intentionen, die eingesetzten Vermittlungsverfahren und die dafür imaginierten räumlichen/situativen "Settings" in den Blick. Insbesondere ist hierbei nach Gründen für das erklärt antiquarische Interesse zu fragen, mit dem diese Werke durchweg auf das "Bildungsgut Religion" zugreifen.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Egelhaaf-Gaiser, U. (im Druck), Ein Cerestempel im Briefsiegel. Religiöse Kommunikation und sakraler Kontext in Plinius epist. 9,39, in: I. Gerlach / G. Lindström / K. Sporn (Hgg.), Menschen – Kulturen –Traditionen. Studien aus den Forschungsclustern des Deutschen Archäologischen Instituts, Sanktuar und Ritual II, Heilige Plätze im archäologischen Befund, Berlin.
    • Egelhaaf-Gaiser, U. (2018), Saturnalian Riddles for Attic Nights: Intratextual Feasting with Aulus Gellius, in: S. Frangoulidis / S. J. Harrison / T.D. Papanghelis (Hgg.), Intratextuality and Roman Literature, Berlin / Boston, 431–447.
    • Egelhaaf-Gaiser, U. (2016), "Flickenteppich und pagane Bibel. Vergilverehrung in der Spätantike", in: Peter Gemeinhardt (Hg.), Zwischen Exegese und religiöser Praxis. Heilige Texte von der Spätantike bis zum Klassischen Islam, Tübingen, 117-141.
    • Egelhaaf-Gaiser, U. (2016), "Giving the Gift of Eternity, or: the Medium is the Message in Statius' Silvae 3.3", Religion in the Roman Empire 2, 38-71.
    • Neumann, Ch. (im Druck), Besondere Zeiten, besondere Regeln. Festzeit als Sonderzeit in Plutarchs Quaestiones Graecae und Romanae, in: I. Gerlach / G. Lindström / K. Sporn (Hgg.), Menschen – Kulturen –Traditionen. Studien aus den Forschungsclustern des Deutschen Archäologischen Instituts, Sanktuar und Ritual II, Heilige Plätze im archäologischen Befund, Berlin.
    • Neumann, Ch. (im Druck), Vom Beleg zur Selbstreferenz – Die Funktion der
      (Wieder-)Erzählung von Tarquiniusund den sibyllinischen Büchern, in: T. Glückhardt / S. Kleinschmidt / V. Spohn (Hgg.), Renarrativierung in der Vormoderne. Funktionen-Transformationen-Rezeption, Baden-Baden.
  • C 04 Vermittler von Bildung im spätantiken Christentum: Lehrerrollen in Gemeinde, Familie und asketischer Gemeinschaft

    Kirchengeschichte
    Projektleiter: Prof. Dr. Peter Gemeinhardt
    Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Dr. Maria Louise Munkholt Christensen, Olga Lorgeoux (assoziiert)

    Vermittler von Bildung im spätantiken Christentum: Lehrerrollen in Gemeinde, Familie und asketischer Gemeinschaft

    Das Teilprojekt nimmt christliche Lehrer und Lehrerinnen in der Spätantike in verschiedenen Kontexten hinsichtlich der Vermittlung religiöser Bildung in den Blick: im Katechumenat (Bischöfe und Katecheten), in der Familie (insbesondere Frauen) und im Eremitentum (Lehrer mit charismatischer, nicht formaler Autorisierung). Gefragt wird zum einen nach der Form der einzelnen Lehrerrollen, zum anderen nach deren Interaktion und nach möglichen Konflikten zwischen kirchlich gebundenen und ungebundenen Vermittlern und Vermittlerinnen religiöser Bildung, schließlich nach den Grenzen dessen, was Lehrer des Glaubens bewirken können.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Gemeinhardt, P. (2019), „Habe für alles ein Zeugnis aus der Heiligen Schrift!“ Monastische Diskurse über Schriftauslegung und Bildung in der Spätantike, in: F. Wilk (Hg.), Scriptural Interpretation at the Interface between Education and Religion, Leiden/Boston, 248–283.
    • Gemeinhardt, P. (2019), Bishops as Religious Mentors: Spiritual Education and Pastoral Care, in: D / C. Cvetković (Hgg.), Episcopal Networks in Late Antiquity: Connection and Communication across Boundaries, Berlin / Boston, 117–147.
    • Gemeinhardt, P. (2018), Origenes simplex vel duplex? Das Origenes-Problem aus der Sicht eines Kirchengeschichtlers, in: B. Bäbler / H.-G. Nesselrath (Hgg.), Origenes der Christ und Origenes der Platoniker, Tübingen, 41–59.
    • Gemeinhardt, P. (2018), Men of Letters or Fishermen? The Education of Bishops and Clerics in Late Antiquity, in: Ders. / O. Lorgeoux / M. Munkholt Christensen (Hgg.), Teachers in Late Antique Christianity, Tübingen, 32–55.
    • Gemeinhardt, P. / Lorgeoux, O. / Munkholt Christensen, M. (2018, Hgg.), Teachers in Late Antique Christianity, Tübingen
    • Gemeinhardt, P. (2017), Personale Identität in spätantiken (christlichen) Bildungsprozessen, in: Person, Identität und theologische Bildung, hg. von Christian Bouillon/Andreas Heiser/Markus Iff, Stuttgart, 43-64.
    • Gemeinhardt, P. (2016), "Multiple Spätantiken"? Denkräume und Ungleichzeitigkeiten in der Geschichte des Christentums, in: Nora Schmidt/Nora K. Schmid/Angelika Neuwirth (Hgg.), Denkraum Spätantike. Reflexionen von Antiken im Umfeld des Koran(Episteme in Bewegung. Beiträge zu einer transdiziplinären Wissensgeschichte 5), Wiesbaden, 533-563.
    • Gemeinhardt, P. / Van Hoof, L. / Van Nuffelen, P. (eds.) (2016), Education and Religion in Late Antique Christianity. Reflections, Social Contexts, and Genres, London/New York.
    • Munkholt Christensen, M. (im Druck), Melania, in: Encyclopedia of the Bible and Its Reception 18.
    • Munkholt Christensen, M. (2019), Macrina, in: Encyclopedia of the Bible and Its Reception 17.
    • Munkholt Christensen, M. (2018), On the Humble Attitude of Female Teachers. An Investigation of Five Vitae from Late Antiquity, in: P. Gemeinhardt / O. Lorgeoux / M. Munkholt Christensen (Hgg.), Teachers in Late Antique Christianity, Tübingen, 147–164.
    • Munkholt Christensen, M. (2018): Om at bede og kende sig selv. Et studium af fire før-nikænske skrifter om bøn, in: Patristica Nordica Annuaria 32, 91–116.
    • Munkholt Christensen, M. / Gemeinhardt, P. (2019), Holy Women and Men as Teachers in Late Antique Christianity, in: Zeitschrift für antikes Christentum.
    • Munkholt Christensen, M. / Salvo, I. (2018), Die Familie als Ort religiöser Bildung, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 177–200.
  • C 05 Der christliche Katechumenat von der Spätantike zum Frühmittelalter und seine religionspädagogische Rezeption

    Kirchengeschichte, Religionspädagogik
    Projektleiter: Prof. Dr. Peter Gemeinhardt, Prof. Dr. Bernd Schröder
    Wissenschaftliche Mitarbeitende: Christoph Birkner, Elisabeth Hohensee, Olga Lorgeoux (assoziiert)

    Der christliche Katechumenat von der Spätantike zum Frühmittelalter und seine religionspädagogische Rezeption

    Das Projekt, in dem Kirchengeschichte und Religionspädagogik kooperieren, zielt
    a) auf die Zusammenstellung und Interpretation altkirchlich-frühmittelalterlicher Quellen zum sog. Katechumenat (mit Fokus auf dem 4.-7. Jh.) und
    b) auf die Nachzeichnung der Rezeption dieses altkirchlichen Katechumenats in Katechetik wie Religionspädagogik des 19. und 20. Jahrhundert. 
    Somit geht es a) darum, die Genese des Katechumenats als eines Bildungsprozesses und den Stellenwert dessen in gemeindlicher Praxis und Theologie der Alten Kirche zu erhellen, b) darum, die Rezeptionsmodi und das Gewicht des historischen Wissens um diesen Katechumenat in modern-religionspädagogischer Theoriebildung zu verstehen.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Birkner, Ch. (2018), Between Monastic Leadership and Spiritual Instruction: Aspects of Teaching Inside the Hagiographical Corpus of Cyril of Scythopolis, in: P. Gemeinhardt / O. Lorgeoux / M. Munkholt Christensen (Hgg.), Teachers in Late Antique Christianity, Tübingen, 206–227.
    • Birkner, Ch. (2017), Hagiography and Autobiography in Cyril of Scythopolis, in: M. Vinzent (Hg.), Studia Patristica. Papers presented at the Seventeenth International Conference on Patristic Studies held in Oxford 2015, vol. XCI, Leuven, 249–256.
    • Birkner, Ch. (2016), "Kirche und Kellion: Zum Verständnis von Kirche bei Kyrill von Skythopolis", in: Peter Gemeinhardt (Hg.), Was ist Kirche in der Spätantike? Leuven (Belgien), 163-176.
    • Gemeinhardt, P. (angenommen), Ist das Christentum eine Bildungsreligion? Beobachtungen zu Bildungsprozessen und -zielen in der frühchristlichen Apologetik und Katechetik, in: C. Müller (Hg.), Lehren, Lernen, Leiten. Augustinische Wege in gesellschaftlichen und kirchlichen Bildungsräumen, Würzburg.
    • Gemeinhardt, P. (2020), Schola, in: Augustinus-Lexikon 5/1–2.
    • Gemeinhardt, P. (2018), Sind die Kirchenväter religionspädagogisch rezipierbar? Überlegungen zum Bildungsdenken Augustins anhand neuerer Vorschläge zu dessen Aktualisierung, in: B. Schröder / P. Gemeinhardt / W. Simon (Hgg.), ‚Rezeption‘ und ‚Wirkung‘ als Phänomene religiöser Bildung. Forschungsperspektiven und historiographische Fallstudien, 113–134.
    • Gemeinhardt, P. (2017), Teaching Religion in Late Antiquity: Divine and Human Agency, in: M. Vinzent (Hg.), Studia Patristica. Papers presented at the Seventeenth International Conference on Patristic Studies held in Oxford 2015, vol. XCII, Leuven, 271–277.
    • Gemeinhardt, P. (2017), Teaching Religion in Late Antiquity: Divine and Human Agency, in: Studia Patristica, vol. XCII: Papers presented at the Seventeenth International Conference on Patristic Studies held in Oxford 2015, ed. by Markus Vinzent, Leuven, 271–277.
    • Gemeinhardt, P. / Georges, T. (2018), Vom philosophischen Schulbetrieb zum kirchlichen Katechumenat: Institutionalisierungen religiöser Bildung im spätantiken Christentum, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 153–177.
    • Hohensee, E. (2018), Die qualitative Inhaltsanalyse als Instrument der Rezeptionsforschung. Eine Fallstudie zur Rezeption des altkirchlichen Katechumenats in der neuzeitlichen Katechetik, in: B. Schröder / P. Gemeinhardt / W. Simon (Hgg.), ‚Rezeption‘ und ‚Wirkung‘ als Phänomene religiöser Bildung. Forschungsperspektiven und historiographische Fallstudien, Leipzig, 29–46.
    • Hohensee, E. (2017), "Ich habe krass viele Fragen wegen dem Sinn des Lebens." - Zur Kommunikation von Sinnfragen unter jugendlichen Kirchenmitgliedern, in: Jugend und Religion, hg. v. B. Schröder / J. Hermelink / S. Leonhard (Religionspädagogik innovativ, 13), Stuttgart 2017, 95-108.
    • Lorgeoux, O. (2018), Cyril of Jerusalem as Catechetical Teacher: Religious Education in Fourth-Century Jerusalem, in: P. Gemeinhardt / O. Lorgeoux / M. Munkholt Christensen (Hgg.), Teachers in Late Antique Christianity, Tübingen, 76–91.
    • Lorgeoux, O. (2017), Choice and Will in the Catecheses of Cyril of Jerusalem, in: M. Vinzent (Hgg.), Studia Patristica. Papers presented at the Seventeenth International Conference on Patristic Studies held in Oxford 2015, vol. XCV, Leuven, 119–126.
    • Schröder, B. (2019), Der moderne Bildungsbegriff und seine geschichtlichen Voraussetzungen, in: P. Gemeinhardt (Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Schröder, B. (2018), Einführung in die Thematik, in: B. Schröder / P. Gemeinhardt / W. Simon (Hgg.), ‚Rezeption‘ und ‚Wirkung‘ als Phänomene religiöser Bildung. Forschungsperspektiven und historiographische Fallstudien, Leipzig, 9–15.
    • Schröder, B. (2018), Historische Religionspädagogik als Rezeptions- und Wirkungsgeschichte, in: B. Schröder / P. Gemeinhardt / W. Simon (Hgg.), ‚Rezeption‘ und ‚Wirkung‘ als Phänomene religiöser Bildung. Forschungsperspektiven und historiographische Fallstudien, Leipzig, 141–186.
    • Schröder, B. / Gemeinhardt, P./ Simon, W. (2018, Hgg.), ‚Rezeption‘ und ‚Wirkung‘ als Phänomene religiöser Bildung. Forschungsperspektiven und historiographische Fallstudien, Leipzig.
    • Schröder, B., Comparative historical approaches in religious education research - methodological perspectives, in: British Journal of Religious Education 38 (2016), Number 2 = Joint Special issue: Professionalism, Professionalization and Professionality in Religious Education), 200-212.
  • assoziiert: Emotions in the Mishnah

    Jewish Studies
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Elisabetta Abate

    Emotions in the Mishnah

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Abate, E.(2018), „Woher wissen wir, dass die Ehre seines Schülers einem Menschen lieb wie er selbst sein soll?“ Zur religiösen Unterweisung im frühen rabbinischen Judentum, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 69–83.
    • Abate, E. (2016), "Il vostro cuore non venga meno" (Deut 20:3): Il timore della battaglia secondo mSot 8, in Constanza Cordoni and Gerhard Langer (eds.), "Let the Wise Listen and Add to Their Learning" (Prov 1:5): Festschrift for Günter Stemberger on the Occasion of his 75th Birthday (Studia Judaica/Forschungen zur Wissenschaft des Judentums 90), Berlin/Boston, 291-305.
    • Meccariello, C.(forthcoming), Prose on Heracles, in: The Oxyrhynchus Papyri Series, London.
  • assoziiert: Educational Practices in Rabbinic Literature

    Jewish Studies
    Projektleiter: Prof. Dr. Marc Hirshman, Hebrew University of Jerusalem, The Melton Centre of Jewish Education

    Educational Practices in Rabbinic Literature

D Diskurse

nimmt Menschen-, Gottes- und Weltbilder im Gegenüber zu anderen Religionskulturen in den Blick:
  • D 01 Religiöses Wissen im Diskurs: Ciceros religionsphilosophische Dialoge

    Klassische Philologie
    Projektleiter: Prof. Dr. Peter Kuhlmann
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Valeria Marchetti

    Religiöses Wissen im Diskurs: Ciceros religionsphilosophische Dialoge 

    Religion spielt im Bildungskanon Ciceros insofern eine prominente Rolle, als es in mehreren philosophischen Dialogen zum zentralen Thema wird, d.h.: Cicero stellt hier einen Konnex zwischen Philosophie und Religion her. Hauptziel des Projekts ist daher einmal die Untersuchung der Frage, wie diskursive Gestaltung und religiöses Wissen in Ciceros Schriften miteinander interagieren, und zum anderen die Frage nach Ciceros Eigenständigkeit im Vergleich zu den griechischen Vorbildern.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Kuhlmann, P. / V. Marchetti(2019, Hgg.),Cicero im Rahmen der römischen Bildungskultur, Tübingen.
    • Kuhlmann, P. (2019), Bildungskultur und Religion in der ausgehenden römischen Republik, in: Ders. / V. Marchetti (Hgg.),Cicero im Rahmen der römischen Bildungskultur, Tübingen.
    • Kuhlmann, P. (2016), Religion im griechisch-römischen Kulturraum, in AU, 59.2, 2-9.
    • Marchetti, V.(2019), Bildungsüberlegungen in Ciceros De natura deorumund De divinatione, in: P. Kuhlmann / dies. (Hgg.),Cicero im Rahmen der römischen Bildungskultur, Tübingen.
    • Marchetti, V.(2018), L’humanitasciceroniana e la scuola italiana oggi, in: A. F. Araújo / C. Martins / H. M. Carvalho / J. P. Serra / J. Magalhães (Hgg.), Paideia& Humanitas: formar e educar ontem e hoje / to form and educate yesterday and today, Lisboa, 547–560.
  • D 02 Religion im Diskurs der Gebildeten: Der Evangelist Lukas und der Redner Dion von Prusa

    Neues Testament
    Projektleiter: Prof. Dr. Reinhard Feldmeier
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Dr. Matthias Becker, Dr. Dr. Loic Berge

    Religion im Diskurs der Gebildeten: Der Evangelist Lukas und der Redner Dion von Prusa

    Das lukanische Doppelwerk dokumentiert wie keine andere neutestamentliche Schriftengruppe das Bemühen des Frühchristentums, seine Botschaft den gebildeten Kreisen der griechisch-römischen Welt zu vermitteln. Da zugleich zwischen dem ersten vorchristlichen (Cicero) und dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert (zweite Sophistik) die Rhetorik immer zur als Vermittlerin einer Popularphilosophie wird, die sich religiöser Themen annimmt, bietet sie sich als Orientierungspunkt an, um Grad und Grenzen der lukanischen Inkulturati-on genauer zu bestimmen. In diesem TP wird dabei besonders Dion als ihr wichtigs-ter Repräsentant in lukanischer Zeit in den Blick genommen.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Becker, M. (2019), A Template for Picturing Rivals? Paul’s Depictions of Opponents and the Elements of Anti-Sophistic Polemic, in: Biblische Notizen. Neue Folge.
    • Becker, M. (2019), Zwischen Gelehrsamkeit und Angleichung an Gott. Bildung in der spätantiken Philosophie, in: P. Gemeinhardt (Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Becker, M. (2019), Rhetoric, in: P. J. J. van Geest u.a. (Hgg.), The Brill Encyclopaedia of Early Christianity, Leiden.
    • Becker, M. (2019), Luke-Acts: Christianity, Patristics and Orthodox Churches, in: Encyclopedia of the Bible and Its Reception 17.
    • Becker, M. (2018), Die Bedrohung der Polis. Hesiods “Werke und Tage” als Zeugnis literarischer Bedrohungskommunikation, Tübingen.
    • Becker, M. (2016), Der Vergleich des Lebens mit einem Gastmahl als Verhaltensanweisung. Lk 14,7–11 und 22,26–27 im Lichte von Texten Epiktets und Dions von Prusa, in: Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft 107, 206–231.
    • Becker, M. (2017), Jesus als unfähiger Exorzist. Die Kritik des anonymen Griechen bei Makarios Magnes, Apokritikos 3,4, in: Wolfgang Grünstäudl, Markus Schiefer Ferrari, Judith Distelrath (Hg.), Verzwecktes Heil? Studien zur Rezeption neutestamentlicher Heilungserzählungen (Biblical Tools and Studies vol. 30). Leuven, 117-141.
    • Becker, M. (2016), Bildung als Distinktionsmerkmal hellenischer Eliten im Osten um 400 n. Chr. Das Zeugnis der Kollektivbiographie des Eunapios, in: Carola Föller u. Fabian Schulz (Hgg.), Osten und Westen 400-600 n.Chr. Kommunikation, Kooperation und Konflikt, Stuttgart, 37-53.
    • Becker, M. (2016), Der Vergleich des Lebens mit einem Gastmahl als Verhaltensanweisung. Lk 14,7-11 und 22,26-27 im Lichte von Texten Epiktets und Dions von Prusa, Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft 107, 206-231.
    • Berge, L. (2018), Théologie de la rédemption et éthique sexuelle. Unité et cohérence du ʻdéveloppementʼ 1 Co 5–7, in: New Testament Studies 64, 514–531.
    • Feldmeier, R. / H. Spieckermann (2018), Menschwerdung, Tübingen.
    • Feldmeier, R. / Winet  M. (Hg.) (2016),Gottesgedanken. Erkenntnis, Eschatologie und Ethik in Religionen der Spätantike und des frühen Mittelalters, Tübingen.
    • Feldmeier, R. (2016), Geheiligt werde dein Name. Das Herrengebet im Kontext der paganen Gebetsliteratur, in Florian Wilk (Hrsg.), Das Vaterunser in seinen antiken Kontexten. Zum Gedenken an E. Lohse, Göttingen, 25-81.
  • D 03 Ethische Unterweisung als Bildungsdiskurs: Der islamische Moralphilosoph und Historiker Miskawaih (gest. 1030) zwischen Rezeption und Transformation

    Arabistik / Islamwissenschaft
    Projektleiter: Prof. Dr. Sebastian Günther
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Yassir El Jamouhi, Ali Rida Rizek, Enrico Boccaccini, Christian Mauder

    Ethische Unterweisung als Bildungsdiskurs: Der islamische Moralphilosoph und Historiker Miskawaih (gest. 1030) zwischen Rezeption und Transformation

    Das Teilprojekt analysiert das wissenschaftliche Oeuvre des klassischen islamischen Gelehrten Miskawaih erstens dahingehend, wie der Autor das ethische und bildungstheoretische Gedankengut antiker paganer sowie älterer jüdischer, christlicher und muslimischer Autoritäten im Lichte seines eigenen Gottes-, Menschen- und Weltbildes rezipiert, modifiziert und neu kontextualisiert. Zweitens wird herausgearbeitet, auf welche Weise Miskawaih seine Kernaussagen zu Bildung und Ethik diskursiv vermittelt und wie diese wiederum von späteren muslimischen Autoren rezipiert und weiterentwickelt werden.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • El Jamouhi, Y. (2019), Säkulares Denken in der klassischen Zeit des Islams? Eine Fallstudie zur Rezeption von Brysons Oikonomikos bei Miskawayh, in: S. Günther / Y. El Jamouhi (Hgg.), Islamic Ethics as Educational Discourse: Thought & Impact of the Classical Muslim Thinker Miskawayh (d. 1030), Tübingen.
    • El Jamouhi, Y. (2019),Die Rezeption der Unsterblichkeitslehre des Aristoteles in Miskawaihs Tahḏīb al-Aḫlāq, in: A. Pellitteri u.a. (Hgg.), Re-defining a Space of Encounter: Islam and Mediterranean: Identity, Alterity and Interactions, Leuven, 449–459.
    • El Jamouhi, Y. (2019),Educational Discourse in Classical Islam: A Case Study of Miskawayh’s Tahdhīb al-Akhlāq, in: S. Günther (Hg.), Knowledge and Education in Classical Islam, Leiden.
    • Günther, S. (2019), There is nothing like Baghdad, worldly-wise and religious, despite Time's Transition: Knowledge and Learning in Baghdad's Golden Age (8th–13thCentury), in: J. Scheiner / I. Toral-Niehoff (Hg.), Baghdad: The City of Knowledge, Tübingen.
    • Günther, S. (2019),„Wissen ist besser als materieller Besitz“. Grundsätze und Grenzen der Bildung im Klassischen Islam, in: P. Gemeinhardt (Hg.), Was ist Bildung in der Vormoderne?, Tübingen.
    • Günther, S. (2018), „Nur Wissen, das durch Lehre lebendig wird, sichert den Eingang ins Paradies.“ Die Madrasa als höhere Bildungseinrichtung im mittelalterlichen Islam, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen“. Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Tübingen, 237–270.
    • Günther, S. (2016), Education, general (up to 1500), in: The Encyclopaedia of Islam – Three (http://dx.doi.org.lreiydcf00d7.han.sub.uni-goettingen.de/10.1163/1573-3912_ei3_COM_26134).
    • Günther, S. (2016), Bildungsauffassungen klassischer muslimischer Gelehrter: Von Abu Hanifa bis Ibn Khaldun (8.-15. Jh.), in Sejdini, Z. (Hrsg.), Islamische Theologie und Religionspädagogik in Bewegung: Neue Ansätze in Europa, Bielefeld, 51-71.
    • Günther, S. (2016), Bildung und Ethik, in Brunner, R. (Hrsg.), Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion, Stuttgart, 210-236.
    • Günther, S. (2016), "Your Educational Achievements Shall Not Stop Your Efforts to Seek Beyond": Principles of Teaching and Learning in Classical Arabic Writings, in Memon, N.A.; Zaman, M. (Hgg.), Philosophies of Islamic Education. Historical Perspectives and Emerging Discourses, London, 72-93.
  • D 05 Profilierung religiöser Identität im gebildeten Diskurs. Die Rolle der Bildung in Bezugnahmen christlicher Autoren des 12. Jahrhunderts auf Juden und Muslime

    Kirchengeschichte
    Projektleiter: Prof. Dr. Tobias Georges
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Malte Rumkamp

    Profilierung religiöser Identität im gebildeten Diskurs. Die Rolle der Bildung in Bezug-nahmen christlicher Autoren des 12. Jahrhunderts auf Juden und Muslime 

    Aus dem 12. Jahrhundert sind zahlreiche Schriften erhalten, in denen abendländische Christen auf Juden und Muslime Bezug nehmen, häufig in der literarischen Form des Dialogs. Dabei wird wiederholt die "Bildung" thematisiert.
    Das Teilprojekt wird anhand ausgesuchter Autoren und ihrer Schriften (Petrus Alfonsi: Dialogus; Petrus Venerabilis: Contra sectam Sarracenorum, Adversus Iudaeorum inveteratam duritiem; Petrus Abaelardus: Collationes) exemplarisch die bislang nicht hinreichend erforschte Frage klären, welche Funktion die Bildung in den Bezugnahmen auf Juden und Muslime hat.

     

    Publikationen (Auswahl)

    • Georges, T. / Gemeinhardt, P. (2018), Vom philosophischen Schulbetrieb zum kirchlichen Katechumenat. Institutionalisierungen religiöser Bildung im spätantiken Christentum, in: P. Gemeinhardt / I. Tanaseanu-Döbler (Hgg.), „Das Paradies ist ein Hörsaal für die Seelen.“ Institutionen religiöser Bildung in historischer Perspektive, Göttingen, 153–175.
    • Georges, T. (2017), The Apophthegmata Patrum in the context of the occidental reformation of monastic life during the 11th and 12th centuries. The case of Peter Abelard, in Studia Patristica, 76.
    • Georges, T. (2017), Ethik in der Zeit der Frühscholastik - Zwerge auf den Schultern des Riesen Augustin, in Müller, A.; Wriedt, M. (Hrsgg.), Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Sektion Kirchengeschichte, Leipzig.
    • Georges, T. (2016), "Summus Christianorum philosophorum" ? Origen as Christian philosopher in Peter Abelard, in Jacobsen, A-Ch. (Hrsg.), Origeniana undecima: Origen and Origenism in the History of Western Thought, Leuven 2016, 431-40.